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Destinations for all Weltkongress (1.-2. Oktober 2018 in Bruessel)

Wichtige Erkenntnise der Konferenz

„Selten haben so viele Tourismusfachleute aus allen Teilen der Welt zu einem einzigen, globalen Austausch zusammengefunden“, sagte Isabelle Ducharme (Co-Präsidentin des Kongresses).

  • Barrierfreier Tourismus wird aufgrund steigender Urlauberzahlen und steigendem Interesse immer bedeutender
  • Sehr gute Möglichkeit, um Gleichgesinnte ‘live’ zu treffen, die wir bisher nur aus dem Internet kannten
  • Das Wheelchair Travel Resource Netzwerk wurde gut angenommen und stieg aufgrund der Konferenz von 2 auf 8 Teilnehmern an
  • ENAT könnte ein Partner sein, um das Netzwerk in Zukunft zu tragen

Statistiken von dem Gipfel

Die Konferenz „Destinations for all“ (Übersetzt: Reiseziele für jeden) wird alle zwei Jahre in verschiedenen Ländern organisiert. Ziel der Konferenz ist es, den Tourismussektor dazu zu bewegen, sich für einen barrierefreien Tourismus zu engagieren, Hilfsmittel und Unterstützung bereitzustellen und die Besucherzahlen auf eine gesunde Anzahl zu begrenzen, um nachhaltigen Tourismus zu gewährleisten.
In Brüssel kamen 400 Teilnehmer aus 225 verschiedenen Unternehmen aus 42 Ländern zusammen. In mehr als 60 Vorträgen und Talks wurden die neuesten Erkenntnisse und Innovationen im barrierefreien Tourismus ausgetauscht.

Tobis Präsentation

Tobias Streitferdt auf dem Destinations for all World Summit 2018.

Tobi präsentierte am Montag in der Sitzung „Information und Planung“ zum Thema Datenauffindbarkeit und Qualität von Online-Informationen im barrierefreien Tourismus. Die Herausforderung für kleine Websites besteht immer darin, dass sie nicht viel Traffic oder Ressourcen haben, um in Google und anderen Suchmaschinen weit oben zu stehen. Er teilte seine Erkenntnisse und SEO-Praktiken (Search Engine Optimization) aus unserem Projekt. Er kam zu dem Schluss, dass neben technischen Optimierungen auch sehr wichtig ist, sich mit anderen Organisationen zu verlinken und so externe Netzwerke aufzubauen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Als Abschluss präsentierte er unser Accessible Travel Resource Network. Der Vortrag traf auf großes Interesse. Ein mögliches neues Geschäftsfeld für Tobias – also ein voller Erfolg!

Persönliche Gespräche

Es war großartig, Martin Heng, den Accessibility Manager bei Lonely Planet, wiederzusehen. Ich traf Martin 2016 zum ersten Mal in Sydney, Australien, als er aus Melbourne zu Besuch kam. Wir hatten zusammengearbeitet, um sein auf Lonely Planet veröffentlichtes Accessible Travel Resource Book zu aktualisieren. Hier seht Ihr unser Interview mit ihm.

Dank Martin haben wir auch Ivor Ambrose, den Direktor des Europäischen Netzwerks für barrierefreien Tourismus (ENAT), getroffen. Er ist sehr aktiv und ENAT ist eine Organisation für Information, Forschung und Netzwerke. Er teilte seine jüngsten Erfahrungen im europaeischen Städtenetzwerk. Er unterstützte unsere Netzwerkidee und bot die Möglichkeit, sie mit der ENAT-Website zu verlinken. Großartig!

Wir trafen auch viele Reiseveranstalter und Unterkunftsanbieter aus Peru (Tambo Blanqillo), Südafrika, Pankaj Pradhananga von Four Season Travel Tours aus Nepal, Kanaren (Gran Canarie Holidays) und Neuseeland (Making Trax) getroffen. Es war so schön, so viele verschiedene Angebote zu sehen, und Jezzas Aktivitäten in Neuseeland sind unglaublich. Ich möchte bald mit Tobi das Fallschirmspringen versuchen.

Wheelchair Travel Resource Network

Wir haben Piet, mit dem wir schon öfters online gesprochen hatten, endlich persönlich kennengelernt. Seine Organisation Toegan ke lijko preis ist eine niederländische Plattform für barrierefreies Reisen. Dr. Yasmine Gray hat eine Organisation namens Getaboutable.com, die weltweit barrierefreie Unterkünfte, Restaurants und Verkehrsverbindungen sammelt. Sie hatte auch Interesse an unserem Netzwerk gezeigt.

In einem Vortrag über Blogs und soziale Medien diskutierte John Morris, Gründer von wheelchairtravel.org, mit Bloggern, wie sich ihre Projekte in den letzten Jahren entwickelt haben. Melanie Borges (Little Ms. Turtle) ist zu vielen Orten wie den USA und Japan gereist. Aurélie Loaèc (http://www.iwheeltravel.com/en) erforscht viele abenteuerliche Aktivitäten wie Paragliding oder Balooning. Blandine Evans (1000decouvertes4roulettes.com) reiste 12 Monate allein mit ihrem elektrischen Rollstuhl. Wirklich inspirierende, lesenswerte Geschichten!

Tobias Streitferdt mit Aurélie Loaèc (www.iwheeltravel.com – Frankreich) und Dr. Yasmine Gray (Getaboutable.com – Australien)

Nächste Schritte – Wheelchair Travel Resource Network

Bisher haben wir seit der Konferenz vier Skype-Meetings organisiert, mit Teilnehmern aus Brüssel, Deutschland, Sulawesi, Bali und Melbourne. Es ist großartig, sich auszutauschen und zu motivieren und auch bei bestimmten Themen zusammenzuarbeiten!

Das Hauptziel des Netzwerks ist aber die Bereitstellung einer Plattform für webbasierte Informationsanbieter, um Erfahrungen, Herausforderungen auszutauschen und insgesamt unsere Sichtbarkeit zu erhöhen. Neben einem monatlichen Skype-Anruf planen wir zunächst die Einrichtung einer internen Facebook-Gruppe, um Inhalte für unsere Websites und Social-Media-Plattformen auszutauschen. Wir arbeiten auch gemeinsam daran dass Accessible Travel Resource Book von Lonely Planet alle zwei Jahre mit Martin Heng zu updaten.

Fazit

Der Gipfel war ein Motivations-Boost für unser Projekt – es war so cool, so viele leidenschaftliche Rollstuhlreisende zu treffen. Auch wird einem ganz klar, dass wir gemeinsam mehr erreichen werden, um diesen schönen Planeten weiter zu bereisen und für jeden zugänglicher zu machen!

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Tags: Konferenzen

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